stadt_potenziale

Vulcania (eingereicht als vulkano)

Ein Projekt von Nicole Weniger
stadt_potenziale 2018, Fördersumme:
Durchführung:

Vulcania, Stracciatella. Foto: Nicole Weniger
Vulcania, Stracciatella. Fotos: Nicole Weniger

Projektbeschreibung bei der Einreichung

Um den Patscherkofel, den sogenannten Innsbrucker Hausberg, drehen sich einige Mythen. Hartnäckig hält sich das Gerücht, beim Patscherkofel handle es sich um einen erloschenen Vulkan. Wie fest eine wissenschaftlich unbegründete Vorstellung in den Köpfen sitzen kann, wenn sie oft genug erzählt wird, verdeutlicht die Tatsache, dass bis vor ein paar Jahrzehnten der vulkanische Ursprung sogar in manchen Schulen gelehrt wurde.

Ausgehend von diesem Mythos initiiert Nicole Weniger ein partizipatives Projekt im öffentlichen und institutionellen Raum. In dem Projekt wird der Frage nach einer sogenannten „Uridentität“ der InnsbruckerInnen auf den Grund gegangen bzw. wird nach ihr im Inneren des Patscherkofels gesucht. Eine Transformation findet statt. Eine neue Identität kann entstehen. Absurdität und Fiktion spielen die tragende Rolle und manövrieren uns in eine Welt zwischen heimlich und unheimlich.

Der Bezug zwischen Mensch und Umfeld, bzw. zwischen Stadt und Landschaft wird untersucht und medial in Form einer Performance und eines Kurzfilms dargestellt. Wie sehr identifizieren wir uns mit unserer umgebenden Landschaft? Welche Mythen spinnen sich um diese? Wie kann künstlerisch darauf reagiert und Mythen neu geformt werden?

Vulcania, Seegrube. Foto: Nicole Weniger
Vulcania, Seegrube
Vulcania, Bergisel. Foto: Nicole Weniger
Vulcania, Bergisel

Projektdurchführung

Ausgehend von dem Mythos, bei Innsbrucks Hausberg, dem Patscherkofel, handle es sich um einen erloschenen Vulkan, initiiert Nicole Weniger das performative Forschungsprojekt VULCANIA. Wesen, die aus dem vermutlichen Vulkan stammen und sich seit letztem Jahr an dessen Oberfläche und Umgebung befinden, sind die HauptakteurInnen. Diese werfen die Frage auf, welche Herkunft, Tätigkeit etc. entscheidend ist bzw. vorgibt dies zu sein, um sich als „urtypisch“, „heimatlich“, im Sinne von dazugehörig und gegenteilig zum „zuagroast“ (zugezogen), bezeichnen zu können. In dem Projekt wird der Frage nach kollektiver Identität und Zugehörigkeit der BewohnerInnen des alpinen Raumes und auch darüber hinaus, auf den Grund gegangen. Ein Perspektivenwechsel kann stattfinden und die Frage nach der eigenen Zugehörigkeit drängt sich auf und lässt Raum, um altbewährtes mit fremd neuartigen zu vermengen. Was kann aus dieser Transformation entstehen? Absurdität und Fiktion spielen die tragende Rolle und persiflieren die Thematik. Der Wahrheitsgehalt von Fotografien und deren Macht zur Meinungsbildung und kollektiver Identitätsstiftung, ist ein wichtiger Bestandteil der Auseinandersetzung mit diesem Thema. Der Bezug zwischen Mensch und Umfeld, bzw. zwischen Stadt und Landschaft wird in Form von filmischen und fotografischen Inszenierungen untersucht. Wie sehr identifizieren wir uns mit unserer umgebenden Stadt- und Naturlandschaft? Welche Mythen spinnen sich um diese? Wie kann künstlerisch darauf reagiert und ein Mythos neu geformt werden??

Weitere Informationen zum Projekt auf www.nicoleweniger.com

Vulcania, Katalog. Foto: Nicole Weniger
Vulcania, Katalog

weiteres Projekt bei den stadt_potenzialen von Nicole Weniger
Schreiraum, 2013